Die OGTS Schierling im Herbst 2017

Im Schuljahr 2017/18 werden in der Offenen Ganztagsschule der Placidus-Heinrich Schulen Schierling so viele  Kinder betreut wie noch nie zuvor. 122 Mädchen und Jungen haben sich angemeldet! Um bei dieser großen Schülerzahl eine persönliche und umfassende Betreuung  zu gewährleisten, wurde das bisherige Konzept, außerhalb der Hausaufgabenzeit jahrgangsübergreifend zu arbeiten, aufgegeben. Die Jahrgangsstufen 1, 2, 3/4 sowie die Mittelschüler haben nun ein eigenes festes Betreuerteam und  einen eigenen Gruppenraum, der den speziellen Bedürfnissen der jeweiligen Altersstufe entsprechend eingerichtet ist. So finden die Kinder und Jugendlichen auch außerhalb des familiären Umfelds feste Bezugspersonen und einen Ort, der für sie heimisch ist. Die Essenszeit findet nun in drei Schichten – wie bisher jahrgangsübergreifend im Speiseraum statt.

Zu Schuljahresbeginn waren zwei Betreuerstellen noch unbesetzt. Durch den großen und flexiblen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde aber auch diese Herausforderung gemeistert. Seit Oktober 2017 ist das Team komplett. Zwölf Betreuerinnen und Betreuer sind nun für den Träger der OGS Schierling, die Evangelische Jugendsozialarbeit (ejsa) vor Ort tätig.

Primäres Ziel der pädagogischen Arbeit ist es wie bisher, für eine ausgewogene Verköstigung am Mittag zu sorgen, das Lernen und Arbeiten der Kinder bei der Hausaufgabenzeit professionell zu begleiten und die Freizeit abwechslungsreich und sinnvoll zu gestalten.

Die Zeitfenster für diese Bereiche haben sich in diesem Schuljahr etwas verändert, da die Zahl der Grundschüler, die bis 14 Uhr betreut werden und daher nicht an der Hausaufgabenzeit teilnehmen, um ein Vielfaches gestiegen ist. Daher finden viele Freizeitaktivitäten nun vor 14 Uhr statt, danach beginnt die Hausaufgabenzeit.

Die Freizeitangebote sind so konzipiert, dass sie möglichst alle Sinne der Kinder ansprechen und ihre Erfahrungswelt erweitern. Wenn das Wetter es zulässt, werden viele Aktivitäten nach außen verlagert. Im Herbst konnten  die Kinder beispielsweise Mandalas aus herbstlichen Naturmaterialien legen oder Boccia mit Zapfen spielen. Das verbindet auf spielerische Weise Kreativität und Bewegung an der frischen Luft. In vielen Familien gibt es heute nur noch wenig Zeit, die man gemeinsam draußen verbringt – ein Grund mehr, dies in der Schule zu ermöglichen.

Der schulische Lernstoff ist oftmals so umfangreich, dass der Unterricht am Vormittag kaum Raum bietet, sich kreativ zu betätigen. In der OGS wird diesem Bereich daher großes Augenmerk geschenkt. Vor allem die jüngeren Schüler*innen nehmen die entsprechenden Angebote begeistert an. In den Herbstmonaten bastelten sie mit großem Engagement Tannenzapfen-Eulen, Spinnen aus Alufolie, bunte Papierschwammerlgirlanden und vieles mehr.

Besonders in den höheren Klassenstufen bietet das gemeinsame inhaltliche Erarbeiten eines Themas Chancen, sich selbst und die anderen Mitglieder der Gruppe besser kennenzulernen. Man lernt, sich und andere einzuschätzen, erlebt eigene Stärken und Schwächen außerhalb des schulischen Kontexts und übt auf spielerische Weise, größere Zusammenhänge zu erfassen und sich im Lernprozess gegenseitig zu ergänzen. Die Klassenstufen 3 und 4 erarbeiteten auf diese Weise mit Puzzleteilen Collagen zum Thema „Was wünsche ich mir für unser Gruppenleben“. Die Gruppe der Mittelschüler gestaltete Plakate zum Thema „Gemeinsam sind wir stark“, auf denen sie ihre Herkunftsländer und Muttersprachen, gemeinsame Gruppenschuhgröße, -körpergröße und die zusammengerechnete Hausnummer aller Schüler kreativ präsentierten. Ein spielerischer Weg, das Selbstwertgefühl zu stärken und das Zusammenwachsen der Gruppe zu fördern.

 

(Pfa., Dezember 2017)